Kopfbedeckungen
II.3 Pelzmütze
Ursprung
Die Pelzmütze entstand aus der Kopfbedeckung ungarischer Reiter. Diese bestanden aus einem langen, sackähnlichen Tuch, das in der Art eines Turbans um den Kopf geschlungen wurde (auch Heiducken-Hut genannt). Eine spätere Form, ein mit Pelz umwickelter Filzhut wurde Kolpak genannt. Daran erinnert bei der Pelzmütze der seitlich herunterhängende Stoffsack, der ebenfalls Kolpak genannt wird. Die Pelzmütze wurde bei der Preußischen Husaren vor 1805 nur vor einigen Offizieren getragen. Erst im späten 19. Jahrhundert wurde sie dann in einer kleineren Form zum Standard in Preußen.
Grundform
Kreisrunder Filzhut mit Pelzbesatz aus schwarzem Kaninchenfell. Die Innenseite besteht aus einem Futter aus schwarzer Seide und ist mit einigen Lagen Pappe verstärkt. Die Oberseite ist flach. In ihrer Mitte ist ein Stoffsack (Kolpak) befestigt, der auf der linken Seite bis auf halbe Höhe des Mützenrands herunterhängt. Der Behang besteht aus silberner Soutache, die an der Frontseite mit einem silbernen Knopf befestigt ist und auf beiden Seiten auf halber Höhe herabhängt.
Vorschriften und Trageweise
Die Pelzmütze wird von Kadetten und Prinzessinnen bis zum 12. Lebensjahr getragen. Ab diesem Zeitpunkt darf dann wahlweise der Tschako getragen werden. Mit dem 16. Lebensjahr haben alle aktiven Mitglieder den Tschako als Kopfbedeckung zu tragen. Die Pelzmütze ist außerhalb geschlossener Räume immer und innerhalb nach Anweisung, zu tragen. Die Pelzmütze wird aufrecht und mit dem Knopf zur Befestigung des Behangs nach vorn getragen. Der Kolpak (Stofflappen auf der Oberseite) soll stets auf der linken Seite herabhängen.
