Oberbekleidung
I.4.2 Säbelkoppel und Säbeltasche
Ursprung
Das Säbelkoppel diente zur Befestigung des Säbels. Die Säbeltasche entstand aus einem Pfeilbehälter (Köcher). Später hatte sie zum einen die Funktion eines Wappenschilds, auf dem im Fall des 1. und 2. Leibhusaren Regimentes die Buchstaben F&R&W für Fredericus Rex Wilhemus (König Friedrich Wilhelm der III.) aufgestickt waren und zum anderen dient sie zur Aufbewahrung kleiner Habseligkeiten.
Schwarzer Ledergürtel aus vier Teilen, die durch drei Metallringe zusammengehalten werden. Die Breite des Gürtels beträgt 5 cm. Die Länge variiert nach dem Körperumfang.
Als Verschluss dienen Haken und Öse, Gürtelschnalle oder Koppelschloss.
An den Metallringen der Koppel wird die Säbeltasche durch drei mit Schnallen verstellbaren Lederriemen befestigt. Zwei weitere Riemen an den äußeren rechten und linken Koppelringen, mit jeweils einem Karabinerhaken an deren Enden, dienen zum Aufhängen des Säbels.
Säbeltasche
Schwarze Ledertasche in Wappenform mit einer Höhe von 30 cm und einer Breite von 26 cm. Am oberen Rand befinden sich drei Lederschlaufen mit Metallringen zur Befestigung der Trageriemen. Die Vorderseite des Taschendeckels ist mit einer 3 cm breiten Bordenverzierung aus silbernem Gewebeband bestickt. Der Taschendeckel besitzt keinen Verschluss, sondern hängt frei über der Tasche.
Vorschriften und Trageweise
Die Säbeltasche wird von allen Husaren ab dem 16. Lebensjahr getragen. Sie ist fester Bestandteil der Uniform und darf nur auf besonderen Befehl abgelegt werden. Die Säbeltasche ist so einzustellen, dass ihre Unterkante mit dem Schaft des linken Stiefels abschließt. In der Säbeltasche dürfen und sollen Gebrauchsgegenstände und Dokumente mitgeführt werden. Es ist aber darauf zu achten, dass ihr Inhalt die Form nicht zu stark verändert.
Sonderform
Einzige Sonderform ist die Säbeltasche des Generalfeldmarschalls.
