Oberbekleidung
I.4.3 Säbel und Portepee
Ursprung
Aus dem Orient stammende leicht bis stark gebogene Hiebwaffe mit einseitiger spitzer Klinge. Wurde bevorzugt von der leichten Kavallerie benutzt.
Grundform
Kavalleriesäbel mit einer Klinge aus Stahl; Klingenlänge von 60 cm und einer Breite von 4,5 cm. Der Korb besteht aus Messing und hat einen Griff aus Kunstleder. Die Scheide besteht aus poliertem Stahlblech und hat eine Länge von 70 cm und eine Breite von 6 cm. An ihr befinden sich am oberen Ende im Abstand von 20 cm zwei Metallringe mit denen der Säbel an der Säbeltasche aufgehängt wird. Mannschaften und Unteroffiziere tragen den Säbel einfach. Offiziere tragen am Griffkorb das Portepee.
Portepee
Eine am Bügel und Griff des Säbels verschlungene, silberne Zierschnur mit einer geschlossenen Quaste am Ende. Das Portepee wird nur von Offizieren getragen. Die Ausführung ist bei allen Dienstgraden silbern.
Einzige Ausnahme: Generalfeldmarschall in Gold.
Sonderform
Einzige Sonderform ist der Säbel des Generalfeldmarschalls.
Vorschriften und Trageweise
Der Säbel ist eine Waffe und bleibt grundsätzlich in der Scheide. Der Säbel wird von allen männlichen Husaren ab dem 18. Lebensjahr getragen. Er ist fester Bestandteil der Uniform, und wird außerhalb geschlossener Räume ständig und innerhalb nur nach Anweisung getragen. Das Ziehen der Klinge ohne ausdrücklichen Befehl steht unter Strafe. Jeder Husar, der einen Säbel mit sich führt, ist dazu verpflichtet, eine behördliche Genehmigung (Ausnahmebewilligung) bei sich zu führen und diese auf Verlangen vorzuweisen.
Der Säbel wird an den Trageriemen der Säbelkoppel so eingehakt, dass er hinter der Säbeltasche auf Höhe des linken, hinteren Oberschenkels hängt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Beinfreiheit durch den Säbel nicht eingeschränkt wird.
Säbelhaken
Der metallene Säbelhaken wird zusätzlich am Säbelkoppel getragen. Der darin eingehakte Säbel zeigt dann mit der Spitze senkrecht zum Boden. Diese entspannte Trageweise vermeidet die Stolperfalle Säbel in geschlossenen Räumen oder bei Veranstaltungen mit dichtgedrängtem Publikum.



