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Kopfbedeckungen

II.1 Tschako

Vermutlich in Österreich aus dem alten Kasket entwickelt, einem dem Tschako nicht unähnlichem Hut mit aufrechtstehendem Vorderschild. Auch der Begriff „csákó“ stammt aus dem ungarischen Bereich, hängt mit dem deutschen Wort „Zacken“ zusammen und bezieht sich auf einen Zackenhut. Die Preußischen Husaren trugen den Tschako ab 1808.

Bezeichnungen am Tschako (siehe Schema)

Nr.DeutschEnglischFranzösisch
1StutzPlumePlume
2BesatzLaceGalon
3KokardeCockadeCocarde
4BehangCordCordon
5SchirmPeakVisière
6SchuppenketteChin scalesJugulaire
7BeschlagCap platePlaque

Grundform des Tschakos

Zylindrisch geformter Filzmantel, der sich nach unten um etwa 5° verjüngt. Den oberen Abschluss bildet ein an den Seiten vernähter Lederdeckel (Besatz), der am oberen Rand 1 cm nach innen gewölbt ist. Den unteren Rand bildet ein 2 cm breites Lederband mit einem innen vernähten Frontschirm. Auf der Rückseite befindet sich eine Schnalle zur Größeneinstellung. Die Gesamthöhe beträgt max. 18 cm, richtet sich ansonsten nach der Hutgröße. Das Innenfutter besteht aus weißem Leintuch mit einer Zugverschnürung zur Einstellung der Passform.

Behang und Kordonspiegel

Den Behang bildet eine, aus Ø 10 mm silberner Soutache geflochtene, Verschnürung, die am oberen Rand rechts und links durch zwei silberne Knöpfe (16 mm) befestigt ist. Auf der rechten Seite befinden sich zwei sogenannte Kordonspiegel aus dem gleichen Material, die in zwei Zierquasten enden. Dieser Behang ist bei allen Dienstgraden der Gleiche. Einzige Ausnahme: Behang und Kordonspiegel des Generalfeldmarschalls bestehen aus goldener Soutache.

Hinweis: Gardisten tragen den Kordonspiegel auf der rechten Seite, Musiker auf der linken Seite des Tschakos.

Beschläge und Vorderseite

In der Mitte der Frontseite befindet sich bei allen Dienstgraden eine schwarzweiße Kokarde von 5 cm Durchmesser, mit einem silbernen Knopf (16 mm) in der Mitte.

Der darüber befindliche Federköcher wird von einem geteilten, nach unten keilförmig zulaufenden, Silberband überdeckt.

Stutz

Der Stutz (Tschakofeder) ist ein runder Hahnenstutz mit Bügel. Der Bügel wird in den Federköcher am Tschako (siehe 1.3) gesteckt.

Innerhalb der Dienstgrade gibt es folgende Unterscheidungen:

DienstgradBeschreibungHöhe
Mannschaftweiß20 cm (15 cm Feder, 5 cm Bügel)
Unteroffizierweiß, oben 5 cm schwarz30 cm (25 cm Feder, 5 cm Bügel)
Offizierweiß, unten 5 cm schwarz40 cm (35 cm Feder, 5 cm Bügel)

Hinweis: Weitere Informationen unter III Rangabzeichen und Dienstgrade.

Vorschriften und Trageweise

Der Tschako wird von allen Husaren ab dem 16. Lebensjahr getragen. Er ist außerhalb geschlossener Räume immer und innerhalb nach Anweisung, zu tragen. Der Tschako wird aufrecht mit der Feder nach vorne und dem Schirmrand auf Höhe der Augenbrauen getragen. Die Größe ist mit Hilfe der Schnalle auf der Rückseite so einzustellen, dass der Tschako fest auf dem Kopf sitzt, aber keine Probleme bei längerem Tragen verursacht. Auf der Innenseite sollte jeder Husar seinen Namen eintragen, um mögliche Verwechslungen zu vermeiden.

Sonderformen

Abbildungen

Beschlag Cap plate Plaque

  • Schema Tschako
    Schema Tschako

Grundform des Tschakos

  • Vorderansicht
    Vorderansicht
  • Seitenansicht
    Seitenansicht

Behang und Kordonspiegel

  • Behang
    Behang

Beschläge und Vorderseite

  • Beschläge
    Beschläge

Stutz

  • Stutz Mannschaften
    Stutz Mannschaften
  • Stutz Unteroffiziere
    Stutz Unteroffiziere
  • Stutz Offiziere
    Stutz Offiziere

Sonderformen

  • General der Husaren
    General der Husaren
  • Generalfeldmarschall
    Generalfeldmarschall